Berlin
Berlin Inside
Es gibt unzählig viele Reiseführer über Berlin mit dem entsprechend vielen Insider-Tipps, die spätestens dann keine mehr sind, wenn sie im Reiseführer stehen. Demnach wird an dieser Stelle auch gar nicht erst der Versuch unternommen, weitere vermeintliche Geheimtipps preiszugeben. Vielmehr möchte ich hier ganz persönliche Berlin-Highlights vorstellen und Sie neugierig machen.
Kunst, Kunst noch mal Kunst
In Berlin sind weltweit bekannte und renommierte Museen angesiedelt, bei denen es alleine Wochen dauern würde, sie zu besichtigen. Die Themenvielfalt ist so breit, dass mit Sicherheit jeder etwas findet. Die
Museumsinsel ist da sicherlich ein Klassiker, aber auch für die Freunde der zeitgenössischen Kunst gibt es zahlreiche Anlaufstellen.
Hier finden Sie eine gute Übersicht.
Wer nicht die Zeit aufbringen mag oder kann, die großen Museen aufzusuchen, dem möchte ich einen persönlichen Tipp geben: Kunst und Spazieren gehen einfach kombinieren! Die dargestellte Karte zeigt einige Straßenzüge in Berlin, in denen es von kleinen aber durchaus bedeutenden Galerien nur so wimmelt. Hier kann man sich treiben lassen, Kunst durchs Fenster oder direkt in den Galerien besichtigen – oder gar erwerben. Zwischendurch laden kleine Cafes und Kneipen zum Verweilen ein.
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Mit dem Fahrrad vom Reichstag zum Wannsee und nach Potsdam
Gelegentlich klappt es, gemeinsam mit meiner Frau ein arbeitsfreies Wochenende in Berlin zu verbringen und die Stadt von einer anderen Seite zu erleben. Als nach wie vor leidenschaftliche Fahrradfahrer erkunden wir dann häufig die Stadt mit dem Stahlross. Hier ein Routentipp, der sich auch für Wochenendbesucher anbietet, zumal es ein breites Netz von Fahrradverleihern in Berlin-Mitte gibt.
Die Strecke führt uns vom Reichstag unmittelbar am Ufer der Spree entlang. Der Saxophonist, der jeden Tag an der Kronprinzenbrücke steht, stimmt uns mit seinen Klängen auf eine der schönsten Radtouren durch die Hauptstadt ein. Vorbei am neuen Hauptbahnhof, an Strandbars und Biergärten passieren wir das Kanzleramt, das Haus der Kulturen („Schwangere Auster“), das Schloss Bellevue, den Amtssitz des Bundespräsidenten. Hier verlassen wir das Spreeufer und fahren zur Siegessäule. Von Oben blickt die „Gold Else“ strahlend auf die Stadt. Über die Straße des 17. Juni durchqueren wir den Tiergarten und erreichen das Charlottenburger Tor, das gerade restauriert imposant wirkt. Unmittelbar hinter dem Tor führt ein schattiger Radweg mehrere Kilometer am Ufer des Landwehrkanals entlang zum Schloss Charlottenburg. Mit seinem Schlosspark aber auch dem gastfreundlichen Griechen am gegenüberliegenden Klausenerplatz, ist diese Station allein schon eine Radtour wert. Doch heute soll es ja zum Wannsee gehen. Ein paar Kilometer auf Radwegen, die durch die Stadt führen müssen bewältigt werden, aber dann geht es über den Fernwanderweg R 1 viele Kilometer durch den Grunewald. Gut, dass ich das Flickzeug nicht vergessen habe; denn mitten im Grunewald musste es sich schon einmal bewähren. Auf unbefestigten Waldwegen geht es Richtung Strandbad Wannsee. Wen es reizt, der mag ein erfrischendes Bad nehmen. Doch wir pausieren lieber auf der Terrasse der Villa Liebermann. Diese unmittelbar am Wannsee gelegene Villa des bedeutenden deutschen Impressionisten Max Liebermann ist erst vor nicht allzu langer Zeit saniert worden. Auf der Terrasse sitzend, genießen wir den bezaubernden Garten. Unser Blick schweift über die roten Geranienbeete entlang der Birkenallee zu den Segelbooten auf dem Großen Wannsee. Wollen wir mit der S-Bahn zurück nach Mitte fahren oder sollen Richtung Potsdam weiterradeln? Wir entscheiden uns für Potsdam. Zuvor aber betrachten wir die Werke des malerischen Schaffens Liebermanns in seiner Sommervilla. Am Ufer des Wannsee entlang, lassen wir diesmal die sehenswerte Pfaueninsel unbeachtet liegen, ebenso wie das Schloss Glienicke. Jetzt überqueren wir die Glienicker Brücke, auch deshalb bekannt, weil auf ihr in Zeiten des Kalten Krieges Agenten ausgetauscht wurden. Wir sind in Potsdam, einer geschichtsträchtigen Stadt mit vielen Sehenswürdigkeiten. Wir beschränken uns auf das Holländische Viertel, verweilen ein wenig, bevor uns die Regionalbahn wieder nach Berlin Mitte bringt.
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