Berlin

Siegmund Ehrmann und Max Rudolph

Siegmund Ehrmann und Max Rudolph

04.04.2014

Praktikumsbericht von Max Rudolph

"Im Frühjahr 2014 absolvierte ich ein vierwöchiges Praktikum im Rahmen meines Studiums im Berliner Bundestagsbüro von Siegmund Ehrmann. Ich bin 20 Jahre alt, komme aus Neukirchen-Vluyn und studiere derzeit Wirtschaftsrecht an der Universität Osnabrück.

An einem Praktikum im Bundestag war ich deshalb überaus interessiert, weil ich die hiesigen Abläufe und die Arbeit eines Bundestagsabgeordneten kennenlernen wollte und mir, sonst so fern von der Hauptstadt, persönlich eine Meinung bilden wollte. Weil ich meine Erfahrungen selber machen wollte, hielt ich meine Erwartungshaltung anfangs im Zaum, mit der einzigen Hoffnung, dem Klischee der stupiden Praktikantenarbeit zu entgehen.

So stand ich weitgehend unbeeinflusst an meinem ersten Tag im Büro überpünktlich (zu früh kommen ist auch unpünktlich!) auf der Matte. Die anderen Mitarbeiter begrüßten mich direkt herzlich und ich wurde sofort in den Kreis aufgenommen. Mein erster Eindruck war auf jeden Fall positiver Natur, der sich zur Freude aller Beteiligten nicht nur bestätigt, sondern im Laufe der Zeit noch verstärkt hat.

Nach der kleinen Vorstellungsrunde wurde mir das Büro gezeigt und prompt war ich das erste Mal sprachlos. Denn ich war genau zu der Zeit gekommen, als der Mannschaft um Siegmund Ehrmann ein Umzug innerhalb des Bundestags kurz bevorstand. Ich rechnete eins und eins zusammen und sah mich schon die erste Woche Umzugskartons-schleppend verbringen. Glücklicherweise täuschte ich mich und der Umzug ging tags darauf relativ reibungslos durch Profis vonstatten.

Die erste Woche kann man durchaus als Eingewöhnungsphase bezeichnen. Mir wurden viele Kollegen vorgestellt, ich wurde durch den Gebäudekomplex geführt und legte dabei gefühlte 36,7 km zurück und lernte die Grundzüge der Tagesabläufe kennen. Frei nach „aller Anfang ist schwer“ verlief ich mich mehrmals täglich und kam an abgelegensten Orten heraus.

Mit der Zeit wurden aber wurden die Abläufe zur Routine und ich wurde selbstständiger. Das hatte ich vor allem den Mitarbeiterinnen Petra Piepenbring und Amelie Müller zu verdanken, die mich immer wenn es nötig war an die Hand genommen und mir selbstlos geholfen haben. Bald konnte ich anstehenden mir aufgetragenen Büroarbeiten schon einigermaßen unproblematisch alleine nachgehen, woführ ich mit anspruchsvolleren Aufgaben belohnt wurde.

Die Themenfelder, in denen ich mich bewegte, waren vielfältig, da Siegmund Ehrmann einerseits in seiner Rolle als Ausschussvorsitzender für Kultur und Medien, andererseits als Bundestagsabgeordneter für seinen Wahlkreis mit vielen Aufgaben und Anfragen umzugehen hat. Erfreulicherweise waren die Themen aber meist aktuell, was den Spaß an der Befassung eben dieser gefördert hat.

So wurde mir grundsätzlich das Gefühl vermittelt, ein vollwertiger Teil des Teams zu sein und dass meine Aufgabenbewältigung tatsächlich einen kleinen Beitrag zum Tagesgeschäft geleistet hat. Das kann ich nur loben und würde mir eine solche Behandlung auch für andere Praktikanten in anderen Bereichen wünschen.

Zusätzlich zu den Büroarbeiten, die resümierend meist aus Recherchen und der Beantwortung von Anfragen per Telefon, Mail oder Brief bestanden, verbrachte ich einige Zeit damit, Siegmund Ehrmann zu seinen Terminen und Gesprächen zu begleiten oder auch alleine verschiedene Veranstaltungen besuchen. So konnte ich zum einen an Sitzungen, wie z.B. dem Ausschuss und der Arbeitsgruppe teilnehmen und mir die Vorgänge aus der ersten Reihe anschauen, zum anderen Gesprächen oder Veranstaltungen, die Herr Ehrmann vornimmt, um seiner Rolle als Kulturpolitiker gerecht zu werden, beiwohnen. Die Zusammenkünfte waren stets informativ, häufig aber auch anspruchsvoll, was es einem als mehr oder weniger außenstehenden Nicht-Kulturpolitiker manchmal schwer machen konnte, der Debatte zu folgen. Da aber Fragen nicht nur erlaubt, sondern ausdrücklich erwünscht war, konnte ich immer schnell aufschließen.

Dass viele Treffen, Gespräche und Fachdiskussionen vor- und nachbereitet werden müssen und teilweise intensiver Informierung bedürfen, sollte jedem klar sein. An dieser Stelle koppelt sich der „Außendienst“ an die Büroarbeit und macht deutlich, dass das eine untrennbar von dem anderen abhängt und umgekehrt.

Was mir am besten gefallen hat, lässt sich gar nicht so ohne Weiteres sagen, denn dann würde ich nur eine Aufzählung dessen vornehmen, was ich in den oberen Zeilen bereits beschrieben habe.

Lobend erwähnen möchte ich allerdings noch die hiesige Kantine. Direkt an der Spree in dem Lampensaal zu essen, hat wirklich etwas besonderes und lässt das ohnehin schon gut Essen noch besser schmecken.

Besonderer Aufmerksamkeit bedarf vor allem das Team mit und um Siegmund Ehrmann. Die nette Atmosphäre machte das Arbeiten mehr als erträglich und macht sich ganz offenbar auch in den Ergebnissen bemerkbar. Im Gegensatz zu vielen anderen Büros ist dieses hier keine bloße Denkfabrik, der Umgang miteinander ist fast schon familiärer Art. Für einen herzlichen Lacher zwischendurch ist stets jeder zu haben und schafft neue Energie und neuen Elan, wenn es wieder ans Schaffen geht.

Insgesamt bin ich sicher, ein in jedweder Hinsicht überdurchschnittliches Praktikum absolviert zu haben, was mich stark bereichert hat und mir wieder neue Blickwinkel eröffnet hat. Mir wurde ein weiter Einblick geschaffen und ich bin froh, das oben erwähnte Klischee hier nicht bestätigen zu können. Die vier Wochen gingen viel zu schnell um und ich hätte das Ganze gerne noch etwas länger gemacht.

Abschließend möchte ich mich nur noch bedanken für die super Zeit, es hat mir sehr viel Spaß gemacht und ist unbedingt empfehlenswert – ich würde ein solches Praktikum jederzeit wiederholen. In dem Sinne wünsche ich für die Zukunft weiterhin alles Gute und vor allem viel Spaß, vergesst mich nicht (wenigstens nicht allzu schnell)!"

-Max Rudolph

 

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